Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte

Hier erfahren Sie, wie es anderen Betroffenen mit der Diagnose Multiple Sklerose geht und wie sie mit dieser Krankheit umgehen.

Andrea, 54 Jahre

Andrea, lebt über 30 Jahren mit MS.

„Ich weiß, dass sich viele Ziele selbst mit MS erreichen lassen“.

Ich lebe bereits seit über 30 Jahren mit MS und weiß aus eigener Erfahrung, dass die Krankheit ein sehr unangenehmer Begleiter sein kann und eigentlich keinen Lebensbereich auslässt.

Aber ich weiß auch, dass sich viele Ziele selbst mit MS erreichen lassen und dass es sich lohnt, „dran zu bleiben“ und nicht aufzugeben. Die vielen Menschen, die ich bei der DMSG kennengelernt habe, sind glückliche Bereicherungen für mein Leben, die ich nicht missen möchte!

Als Betroffenen-Beraterin in Wuppertal macht es mir seit Jahren sehr viel Freude, andere Betroffene ein Stück auf Ihrem Weg zu begleiten.


Karin , 63 Jahre

Karin, 63 Jahre

„Ich habe inzwischen sehr viel über meinen Körper gelernt und weiß heute, was gut für mich ist“.

Ich habe die Diagnose MS im Feb. 2011 während eines Krankenhausaufenthaltes bekommen, da war ich 53 Jahre alt und erstmal froh, dass das Kind endlich einen Namen hatte. Ich bekam dann mangels Alternativen 5 x 1g Kortison, konnte danach kaum noch laufen und hatte auch so manch andere Nebenwirkungen.

Nach einer Reha und einer anschließenden Borreliose-Infektion wurde im Herbst 2011 in einer Uni-Klinik noch eine zweite Autoimmunerkrankung diagnostiziert, und ich durchlief Höhen und Tiefen in der Behandlung mit 4 verschiedenen Basis-Therapeutika gegen die MS, die ich allesamt nicht vertragen habe. Ich brauchte trotz der Medikamente ca. alle 3 Monate Kortison.

Das Laufen wurde von Jahr zu Jahr schlechter, und auch andere Symptome gesellten sich hinzu. Ich konnte und wollte aber nicht akzeptieren. Ich habe viele Bücher gelesen, die sich mit alternativen Möglichkeiten der Krankheitsbewältigung beschäftigen. Auch eine Heilpraktikerin suchte ich regelmäßig auf.

Ich stieß immer wieder darauf, dass die Ernährung eine große Rolle zu spielen schien und habe Verschiedenes für mich ausprobiert.

Das Blatt wandelt sich grundlegend, nachdem ich wegen anderer Erkrankungen als der MS einen Arzt aufgesucht hatte, der die Sache ganzheitlich und hauptsächlich vom Darm her betrachtet. Nach umfangreicher Diagnostik, Darmsanierung, Entgiftung, Ernährungsumstellung (u.a. auch wegen vieler Unverträglichkeiten) sowie einer umfangreichen Zahnsanierung geht es mir heute wieder viel besser, und ich kann auch wieder recht gut laufen.

Es war ein langer und mühsamer Weg, der auch mit so manchen Rückschlägen gepflastert war und der auch noch weitergeht.  Ich habe inzwischen sehr viel über meinen Körper gelernt, wie er funktioniert und was er benötigt und weiß daher inzwischen oft auch, wie ich unterstützen kann.

Heute weiß ich, was mit guttut. Ich blicke jetzt recht positiv in die Zukunft.


Christian, 55 Jahre

Christian hat gelernt, trotz allem zu lachen.

„Mit Humor bin ich stärker als der Mangel in meinem Körper.“

Ich habe dir Diagnose MS schon in den 90-iger Jahren bekommen.

Klar, die Buchstaben „MS“ lassen sich kaum verdauen und ich hatte tierische Angst.

Natürlich weiß ich auch, dass es endlos viele deutlich schlimmere Krankheiten gibt. (Dieser Spruch hilft anfangs auch verdammt wenig.)

Mit schwarzem Humor lernt ihr, stärker zu sein als der Mangel in eurem Körper und auch trotz allem … lachen zu können!